Die bewusste Reduktion auf Farbe und Form, auf Licht und Leere ergibt einen stillen Hinweis auf das, was bleibt. Echte Stille ist keine Abwesenheit von Lärm, sondern ein Zustand, in dem Wesentliches sichtbar wird.
Dieses Gemälde zeigt kaum mehr als eine Ahnung von einer Landschaft. Der Boden liegt dunkel und schwer. Darüber ein Band aus Nebel und fernen Bäumen. Alles gleicht einer unscharfen Erinnerung.
Und dann ist da die Mondscheibe. Still und rund, umgeben von einem Schimmer, der den grauen Himmel aufhellt, ohne ihn zu erhellen.
Die Erde geht in den Nebel über, der Nebel in den Himmel, der Himmel in das Licht. Was bleibt, ist eine Schichtung von Dunkel zu Hell, ein langsames Auftauchen. Die Leere dieses Gemäldes ist eine Stille, die sich selbst genügt. Kein Narrativ. Nur das Wesentliche.