Was, wie und wieso?

Akademisches Nachdenken in wiss. Texten dokumentieren
Gemäß meiner persönlichen Einstellung
zur Erstellung kürzerer und längerer wiss. Texte im Studium weist der Name einer Bachelor- und einer Master-Thesis darauf hin, dass sie eine These entwickeln und argumentativ entfalten. Dazu ist im gesamten Text eine argumentative Stringenz nötig, in der jede Textpassage einen Beitrag zur Entwicklung der These leistet.

Gleiches gilt für für jede Form von Seminararbeiten; sie sind in dieser Hinsicht lediglich kürzere Übungen für die später zu erstellende Thesis. Grundsätzlich gilt stets der folgender Dreiklang

  • Was ist die thematische Leitidee des Textes?
  • Wie sieht der wesentliche Gedankengang aus?
  • Wieso sind die begründet abgeleiteten Ergebnisse/Erkenntnisse relevant?

In der Suche nach einer Leitidee für den Text wird die bearbeitete Fragestellung wird anhand eines zunächst unübersehbaren Materials und darin verwobener Argumentationen erkundet. In  begründeter Weise werden dann Konzepte, Methoden, Theoreme oder Modelle ausgewählt, mit denen die beobachteten Geschehnisse bzw. Problemsituationen oder Statistiken so zu analysieren, dass wirksame Abhängigkeiten zwischen problemwirksamen Variablen identifiziert und überprüft werden können. Eine Nebenleistung bei der Erstellung einer wiss. Arbeit ist es, die gestellten Anforderungen zugleich pragmatisch und ökonomisch anzugehen.

Eine sehr gute wiss. Arbeit ist daran zu erkennen, dass sie eine präzise Fragestellung bearbeitet, sich auf hochwertige Quellen bezieht, Primär- und Sekundärauswertung deutlich unterscheidet, einen nachvollziehbaren theoretischen Problemzugang beinhaltet, eine klare Gliederung hat, eine evidente und auf Stichhaltigkeit überprüfte Argumentation entfaltet, in Stil und Orthografie sorgfältig formuliert ist, und ihre These einer kritischen Reflexion unterzieht, in der sie neben der fachlichen Einbettung, der praxistauglichen Umsetzbarkeit auch die gesellschaftliche Relevanz darlegt.

Es gelten die Regeln einer guten wissenschaftlichen Praxis, wie z. B. die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) vertritt. Je genauer man belegt, welche Fragestellungen, theoretischen Ansätze, methodischen Zugänge man übernimmt und von welchen man abweicht, desto argumentativ reicher wird der Text. In der Kürze liegt zwar die Würze, aber in der Konzentration auf das Entscheidende liegt die Stärke des Gedankenganges.

Die Bewertung jeder Prüfungsleistung orientiert sich am gängigen Bologna-Benotungssystem. Es zeigt sich immer wieder, dass Arbeiten sich verbessern, wenn sie (auch im Hinblick auf Grammatik und Rechtschreibung) im Papierausdruck noch einmal einen letzten Korrekturdurchgang erfahren, bevor sie eingereicht werden. Auf sprachliche Korrektheit zu achten ist wesentlicher Teil jeder gedanklichen Präzision.

Es ist das bereitgestellte Template zu verwenden, in dem Seminararbeiten (Term Papiers) ohne Titelblatt und Verzeichnisse ca. 10 Seiten umfassen sollten.

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