WIrkungsgefüge
Jede sprachliche Problemerfassung folgt einer linearen grammatikalischen Struktur. Was zu Problemlösung aber benötigt wird, ist eine Einsicht in die Strukturen und Prozesse der als "Problem" klassifizierten Gesamtsituation. Durch die Konstruktion eines Wirkungsgefüges wird es möglich, das Zusammenspiel der problemwirksamen Einflussgrößen einzusehen!
In Form von Systemstudien können Gefüge aus Wirkungen zwischen Einflussgrößen einer Problematik erfasst werden. Das erarbeitete Wirkungsgefüge zeigt dann die problemwirksamen Einflussgrößen mit der Eigendynamik ihres Zusammenspiels. So können u. a. auch erfolgswirksame Maßnahmen auf Ihre (Neben)Wirkungen abgeklopft werden.
Bei der Konstruktion eines solchen Wirkungsgefüges liegt der Fokus auf den Erwartungs- bzw. Begründungszusammenhängen, mit denen die Beteiligten in der Problembearbeitung agieren. Die Beteiligten haben immer wieder den anderen eigene Vorstellungen zugänglich zu machen und fremde Vorstellungen zu erkunden. So wird mit der Zeit eine nachvollziehbare Plausibilität der geteilten Vorstellungen erarbeitet und konsens-orientiert eine gemeinsam geteilte Sicht der zu erfassenden Problemsituation erreicht.
Mit dem begründeten Aufbau eines Wirkungsgefügen werden die Erwartungs- und Begründungsstrukturen der Beteiligten deutlich verändert. Darüber hinaus entwickelt sich mit der Zeit ein gemeinsames Vokabular zur Beschreibung und zur gezielten Gestaltung der Problematik in eine gewünschte Richtung, was das gemeinsam geteilte Verständnis weiter vertieft und die Akzeptanz getroffener Entscheidungen maßgeblich erhöht. Ebenso werden die Folgen eigener Handlungen (zur Problemlösung) in ihrem Anwendungskontext erkannt.